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Stähle Stähle sind Legierungen aus Eisen und Kohlenstoff (mit einem Anteil, der zwischen 0.005% bis 2% des Gewichts betragen kann), denen eine Anzahl von Elementen wie Chrom, Molybdän, Nickel, Titan in variablen Proportionen zugesetzt werden können, um so niedrig- oder hochlegierte Stähle zu erhalten.
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Die Bezeichnung Edelstähle basiert auf deren chemischer Zusammensetzung, welche sie von den gängigen, niedriglegierten Stählen unterscheiden. Sie enthalten mehr Zusatzelemente und ihre Reinheit wird ständig kontrolliert, um spezifische Verwendungseigenschaften zu gewährleisten.
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Werkzeugstähle Werkzeugstähle sind für eine mechanische Bearbeitung (ggf. auch in Verbindung mit einer Wärmebehandlung) bei mehr oder weniger hoher Beanspruchung durch längere und sich wiederholende Arbeitsgänge ausgelegt.
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Stähle mit verbesserter Bearbeitbarkeit Stähle, deren Bearbeitbarkeit durch Zusatz geringer Mengen bestimmter Metalloide und Metalle sowie die Festlegung der Einschlüsse verbessert wurde. Im Regelfall wird, Schwefel, Blei, Tellur oder Selen zugesetzt.
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Nitrierstähle Alle Stähle können als Nitrierstahl bezeichnet werden. Die tatsächlichen Nitrierstähle benötigen jedoch ein Legierungselement, das zur Aushärtung beiträgt und sowohl die Lösung des Stickstoffes als auch die Effizienz der Nitriertiefe erhöht.
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Einsatzstähle/Karbo-Nitrierstähle Die gängigsten Güten setzen sich aus den Elementen Kohlenstoff, Mangan-Chrom, Chrom-Molybdän, Nickel-Chrom-Molybdän und Bor zusammen. Vorgesehen für eine Anreicherung der Oberfläche mit Kohlenstoff oder Kohlen- sowie Stickstoff, gefolgt von einem Vergüten oder einem Vergüten und Anlassen bei niedriger Temperatur (150-200°C), haben diese Stähle einen geringen Kohlenstoffgehalt von 0,10-0,30%.
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Erschmelzen
Elektrostahl Der Stahl wird durch ein Erschmelzen von Schrott* in einem Elektorofen gewonnen ( die gewünschte Stahlqualität wir durch event. Zusatz von Legierungselementen hergestellt ), die Verfeinerung erfolgt in einem speziellen Ofen.
* Schrott Stähle, die aus der Wiederverwertung stammen (BTP), z.B. Gebrauchsgüter ( Fahrzeuge, Haushaltsgeräte...), div. Abfallprodukte ( Stahlindustrie, Schmieden, Drehereien....). Der Schrott wird nach Form und Zusammensetzung sortiert, dies ermöglicht dem Stahlhersteller aus verschiedenen Stahlmischungen zu wählen, um eine bestimmte Stahlqualität herstellen zu können.
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Sekundärmetallurgie Nach dem Durchlauf durch den Elektroofen muß der Stahl noch modifiziert werden, um die an das Endprodukt gestellten Qualitätsmerkmale zu erhalten, dies erfolgt durch Behandlungsmethoden wie die Pfannenmetallurgie bzw. Sekundärmetallurgie. Es geht darum, die Gehalte der verschiedenen Legierungselemente und deren Reinheitsgrad zu optimieren. Die am häufigsten verwendeten Arten der Sekundärmetallurgie sind: Desoxydation, Entschwefelung, Dephosphorisierung, Entkohlung...
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Bockguß Der flüssige Stahl wird in eine Form gegossen. Das erkaltete und von der Form befreite Produkt ist der Vorblock.
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Strangguß Der flüssige Stahl wird in eine Form ohne Boden gegossen (Kokille) und sehr schnell abgekühlt. Zu Beginn dieses Vorgangs wird das Ende der Form durch einen mobilen Boden verschlossen. Sobald dieser Boden und die Seitenwände aureichend abgekühlt sind, wird der mobile Boden entfernt und der flüssige Stahl, abhängig vom Grad der Verfestigung nach und nach gleichmäßig durch die Rollen gezogen. Das so aus dem Strangguß kommende Material wird gesägt und verläßt die Anlage als Vorblock.
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Vormaterial Vorblock Große Abmessungen ( rund, vierkant, rechteckig ). Im allgemeinen sprechen wir von einem Vorblock, wenn ein Vierkantprodukt größer als 160 mm ist.
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Knüppel Ein Produkt mit kleineren Abmessungen als der Vorblock ( rund, vierkant, rechteckig ).
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Vorblock oder Knüppel aus Strangguß Produkt ( rund, vierkant, rechteckig ) aus Strangguß. Die Vorblöcke aus Strangguß werden in den meisten Fällen gewalzt, um Stabstahl oder Draht herzustellen.
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Gewalzter Vorblock oder Knüppel Ein aus Block- oder Strangguß hergestelltes Walzprodukt.
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Stabstahl Ein aus Vorblock oder Knüppel hergestelltes Walzprodukt.
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Walzdraht und Draht Beim Walzdraht handelt es um ein im warmen Zustand gewalztes und auf Kronen gewickeltes Walzprodukt mti einem Maß >= 5 mm. Unter Draht versteht man ein kaltegezogenes oder kaltgewalztes Produkt.
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Kaltverarbeitung Kaltziehen: Arbeitsgang der Kaltverarbeitung ohne Spanabheben, welcher darauf basiert, den Draht ( oder die Stäbe ) über eine Ziehbank zu führen, die es ermöglicht, erhebliche Maßredzierungen zu erzielen. Die auf diese Weise erhaltenen Produkte werden kalibriert, ihre mechanischen Eigenschaften werden jedoch ebenfalls modifiziert ( erhöhte Härte ). Beim Kaltziehen von Draht ist Draht sowohl Ausgangs- als auch Endprodukt.
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Adjustage Das aus der Stahlindustrie stammende Produkt kann im Walzzustand geliefert werden oder diverse weitere Fertigungsschritte, die sogenannte Adjustage, durchlaufen. Nachstehend einige Beispiele:
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Richten Der gewalzte Stab wird über Rollen geleitet, um auf diese Weise die gewünschte Geradheit zu erhalten.
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Endenbearbeitung Das Walzprodukt wurde durch Scheren oder Abstechen auf Länge gebracht, wodurch beim Schälen die Enden deformiert wurden bzw. sich beim Abstechen ein Grat gebildet hat. Bei der Endenbearbeitung wird durch mechanische Bearbeitung eine gerade und saubere Stirnfläche wiederhergestellt.
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Anfasen der Enden Schleifen oder mechanische Barbeitung, um einen beim Abstechen entstandenen Grat zu beseitigen.
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Schälen Mechanische Bearbeitung durch Spanabheben, die in kaltem Zustand an gewalztem Material erfolgt. Die hierfür verwendeten Maschinen ermöglichen es, ein Produkt mit einer exzellenten Oberfläche zu erhalten: glänzendes Aussehen, Entfernen von Oberflächenfehlern, Entkohlungsrückständen sowie Zunder.
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Schleifen Arbeitsgang, der es ermöglicht mit hoher Präzision (sehr engen Toleranzen) zu bearbeiten um eine Oberflächenbeschaffenheit auf höchstem Niveau zu erhalten.
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Ablängen Sägen der Stäbe ( meist geschältes Material ) in Teile mit genau definierter Länge.
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Wärmebehandlung : Folge von Arbeitsgängen in deren Verlauf die Stähle ganz oder teilweise thermischen Zyklen unterzogen werden, um eine Änderung der mechanischen Eigenschaften und/oder der Struktur zu erzielen. Wir unterscheiden zwischen zwei großen Wärmebehandlungen: - Glühverfahren, um den Stahl mehr oder weniger zu erweichen - Die Behandlung des Vergütens und Anlassens, um erhöhte mechanische Eigenschaften zu erzielen, jedoch ohne gleichzeitig eine Fragilität des Materials herbeizuführen
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Zerstörungsfreie Prüfung ( ZF-Prüfung ) Bei den ZF-Prüfungen handelt es sich um div. Kontrollen, die Auskunft über die Qualität der Stäbe geben. z.B.: Messungen per Laser: Maßkontrolle, Wirbelstromprüfung: Oberflächenfehler, US-Prüfung: Qualität des Kerns ( Vorhandensein von nicht metallischen Partikeln oder Porosität der Stäbe )...
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